Das Buch widmet sich Anfangs eingehend dem Thema Nahrungsmittelallergien und möglichen Reduktionsdiäten. Das mag für eine kleine Zahl von Betroffenen eine sinnvolle Vorgehensweise sein. Dann wird das Thema Unterzuckerung behandelt und spätestens dann ist die Darstellung enttäuschend.
Unterzuckerungen (auch versteckte) gehören zu den gravierensten Migräneauslösern (bei ausgelassenen Mahlzeiten, nach zu viel Schlaf, bei Stress, nach dem Sport, in der Entspannung) und sind in aller Regel nicht - wie die Autorin empfiehlt - durch häufige kleine kohlenhydrathaltige Mahlzeiten zu beheben, sondern eher durch eine grundlegende Ernährungsumstellung: Mehr Eiweiß, mehr Fett, weniger Kohlenhydrate. Der Körper sollte wieder in einen Zustand versetzt werden, in welchem er den Blutzuckerspiegel auch ohne ständige Nahrungsaufnahme konstant halten kann.
Auch die dann folgenden Ausführungen über tryptophanhaltige Ernährung entbehren jeder Grundlage: Es ist nicht sinnvoll, Haferflocken, Müsli, Weizenkleie, Roggenvollkornbrot usw. zu essen sondern das sind genau die Lebensmittel von denen sich ein Migränebetroffener zu allererst verabschieden sollte. Wer seinen Serotonin-Spiegel langfristig stabilisieren will sollte sich eher Protein- und Fett-reich (Fleisch, Fisch, Eier) ernähren. Damit vermeidet er auch die problematischen Serotonin-Schwankungen (u. a. auch mit zuviel Serotonin), die stark kohlenhydrathaltige Speisen verursachen können.
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